Sport im TV

Die ganze Welt vor dem Fernseher – Fußball WM und EM

Wenn selbst Fußball-Hasser zu Fans werden

Es gibt eine Zeit, die alle vier Jahre selbst die großen Fußball-Hasser zu Fans werden lässt. Die Rede ist natürlich von den Europa- und Weltmeisterschaften. Ausgerichtet werden diese Turniere von der Uefa und der Fifa. Die Austragungsorte variieren zwischen den Kontinenten und Ländern. Das aktuell stattfindende Turnier wird von der Russischen Föderation organisiert.

Die erfolgreichsten Nationalmannschaften der Welt

Ein Blick auf die Geschichte der Weltmeisterschaft zeigt, dass einige Mannschaften besonders erfolgreich waren oder nach wie vor sind. Mit bisher 5 Titeln liegen die Brasilianer noch vor Deutschland und Italien mit jeweils 4 Siegen. Zwei weitere Teams aus Südamerika, nämlich Uruguay und Argentinien, waren schon bei zwei Turnieren das weltbeste Team. Momentan sind noch weitere Mannschaften an der Weltspitze zu finden: Zum Beispiel Spanien, Frankreich und zuletzt auch das Mutterland des Fußballs, England.

Die Straßen wie leer gefegt

Pünktlich zu den alle vier Jahre stattfindenden Turnieren der EM und WM spielt sich in Europa ein bemerkenswertes Schauspiel ab. Während der Spiele des jeweils heimischen Teams sind die Straßen überall wie leer gefegt. Wer einen Spaziergang machen möchte, ohne dabei einem anderen Menschen zu begegnen, sollte jedenfalls am besten während eines Spieles gehen. Laut wird es übrigens spätestens dann, wenn ein Spiel erfolgreich bestritten wurde. Viele Fans steigen dann in ihr Auto und starten einen Korso. Lautes Hupen inklusive. Bei allen Skandalen rund um die Fifa begeistert der Fußball nach wie vor die Massen. Unter den europäischen Mannschaften gehört Deutschland immerhin zu den Top-Teams.

Der Trend des Public Viewing

Beim sogenannten Public Viewing treffen sich Fußballfans an einem gemeinsamen Ort, um ein Spiel in der Gruppe zu schauen. Erstmals in die Öffentlichkeit kam das Thema im Rahmen der in Deutschland ausgetragenen WM 2006. Damals entstanden überall im Land sogenannte Fanmeilen, an denen sich Fans trafen. Die wohl bekannteste Meile dieser Art befand sich übrigens in der deutschen Hauptstadt Berlin. Auf der Prachtstraße zwischen Siegessäule und Brandenburger Tor verfolgten Hunderttausende, wie das deutsche Team bis ins Halbfinale vorstoßen konnte. Ein kleiner Aspekt zur Begrifflichkeit sorgt im englischsprachigen Raum übrigens für Verwirrung: Amerikaner und Briten verstehen unter Public Viewing eine Art der Beerdigung. Gemeinsames Fußballschauen ist dagegen nur in Deutschland unter diesem Namen bekannt.